Kubus

In einem Mehrfamilienhaus wurden zwei übereinanderliegende Wohnungen zusammengelegt und durch eine interne Treppe verbunden. Diese Erschliessung wurde als eigenständiger, kubischer Gebäudekörper ins Zentrum der Wohnung gesetzt und übernimmt auf jedem Stockwerk weitere Funktionen wie Gästetoilette, Wirtschaftsraum, Kaminbank, sowie einen Stauraum für Kaminholz.
Sämtliche Räume, vom Wohnen, übers Essen, bis zu den Schlafzimmern, finden ihre Anordnung um diesen Gebäudekörper herum. Als strukturbildendes Element verbindet es mit dem kleinen, umlaufenden Korridor alle Räume und schafft gleichzeitig Intimität, indem es „Öffentliches“ von „Privatem“ trennt. Die umlaufenden Langriemenböden, der Decken und  Wände in Lärchenholz, folgen dieser Logik und drehen ihre Laufrichtung um das mit einem dunklen Strukturputz markierte Zentrum der Wohnung. Durchgehende Einbauschrankzeilen mit offenen Durchgangs- oder Arbeitsnischen trennen die Schlafzimmer. Deren rechteckiger Grundriss wird aber durch die Einbauten nie beschnitten. Die Materialwahl orientiert sich an der Raumnutzung. Im Wohn- und Essraum sind die Böden in Holz und die Wände weiss verputzt ausgeführt, während die Schlafzimmer in weichen Oberflächen in Lärchenholz und hochflorigen Wollteppichen ausgeführt sind. Für den Innenausbau wurde viel Holz verwendet; durch die spezielle Oberflächenbehandlung der schlichten Lärche wirken die Räume gemütlich und warm, aber nie rustikal. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit mit Jori Architektur in Klosters.

Materialien:
Lärchenholz, Strukturputz, Neolith, Wollteppich
Möblierung:
Vitra  e15  Horgen Glarus  Cassina  Ruckstuhl